By Holger Brandes

ISBN-10: 3322975428

ISBN-13: 9783322975423

ISBN-10: 3810032581

ISBN-13: 9783810032584

Der männliche Habitus als in den Körper eingeschriebene soziale Praxis ist der Schlüssel zum Verständnis männlicher Identität und Verhaltensweisen. Als Beitrag zur Männerforschung und Männerpolitik untersucht das Buch Männlichkeiten abhängig von Kultur, Milieu und new release. Dieser zweite Band ergänzt Band I, der sich Männergruppen und männlicher Identität widmet, um die Themenfelder Männerforschung und Männerpolitik. Ausgehend vom Habituskonzept Pierre Bourdieus und neueren Diskussionen in der Männerforschung begründet der Autor eine theoretische Sicht von Männlichkeit als Produkt sozialer Praxis. Dabei eröffnet die Kategorie des "männlichen Habitus" eine Perspektive, die Körperlichkeit und Gesellschaftlichkeit sowie Individualität und Kollektivität verbindet. Kultur-, milieu- und generationsspezifische Formungen von Männlichkeit werden ausgeleuchtet und in den Kontext der Frage nach den Möglichkeiten der Veränderung männlichen Verhaltens gestellt. Damit eröffnet sich eine neue Sicht auf Männerpolitik als Teil von Gender-Mainstreaming und Geschlechterdemokratie.

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Geschlechterrollen) bestehen, die sich die Individuen als etwas ursprünglich Äußerliches aneignen. Dabei wird letztlich die Frage nur unzureichend geklärt, wie eigentlich dieser Vermittlungsprozess zwischen Sozialstruktur und individuellem Handeln zustande kommt. Mead (1969) schlägt vor, diese Vermittlung vornehmlich auf der Ebene der Kognitionen (genauer: der Vorstellung von den Erwartungen des "generalisierten Anderen") anzusiedeln, bei Parsons (1968) ist es unter dem Kriterium der Funktionalität die wechselseitige Bezogenheit des Handeins der Akteure, wobei er eine bestimmte historische Ausformung des Geschlechterverhältnisses (des amerikanischen Mittelklassemilieus der fünfziger Jahre) festschreibt.

Neumann 1980, 26) Neumann kritisiert die Oberflächlichkeit einer rein assoziativ verfahrenden psychoanalytischen Symbolinterpretation, die ohne Beachtung sozialer Hintergründe die Symbolik auf das Sexuelle, insbesondere die Genitalien zurückführt. Darüber hinaus wird deutlich, wie das Sexuelle selbst als Symbol für komplexe soziale Zusammenhänge steht und hierbei durchaus kontextabhängig Unterschiedliches verkörpern kann. So symbolisieren beispielsweise der Phallus und phallusähnliche Gegenstände ebenso bestimmte Herrschafts- und Machtpositionen, wie sie sowohl Fruchtbarkeit als auch Schutz (etwa vor bösen Mächten) ausdrücken können.

Wenn in diesem kurzen historischen Exkurs die fünfziger und sechziger Jahre in Deutschland als die Zeit erscheinen, in denen das Männlichkeitsthema aufgrund einer fundamentalen Orientierungskrise verdrängt wird, muss ich dies noch relativieren. Gegen diesen Trend erschien nämlich 1957 in einem etablierten Verlag ein heute völlig vergessenes Buch über "Die Psychologie des Mannes". Der Autor, Gustav Hans Graber, entwickelt dort eine Argumentation, die einerseits deutlich von dem Bemühen geprägt ist, die Orientierungskrise jener Zeit zu überwinden, die andererseits aber auch das Denkmuster offenbart, mit dem jetzt wieder an diese Thematik herangegangen wird: Als Rettungsanker in der Zeit sozialer Desorientierung bietet sich wieder der Rückgriff auf einen scheinbar "naturgegebenen" Gegensatz zwischen Mann und Frau an, wobei - in einer heute naiv anmutenden Logik - jetzt der Ausgangspunkt bei Samen und Eizelle gesucht wird: "Zum Unterschied von der weiblichen Eizelle, die ihre Rundform und damit ihren ausgesprochen konservativen, wenig spannungsgeladenen und passi ven Charakter beibehält, drängt die Samenzelle auf Wanderung' ja Auswanderung, auf Angreifen, Bewegen, Aktivität und zeigt damit bereits die typisch männlichen Verhaltensweisen, während die weib- 49 liche Eizelle nicht nur in ihrer Rundfonn verharrt, sondern auch an ihrem Ort: sie zeigt damit ebenfalls bereits das typisch weibliche Verhalten" (Graber 1957,49).

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Der männliche Habitus: Band 2: Männerforschung und Männerpolitik by Holger Brandes


by David
4.3

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